Katharina Thalbach kann alles – sogar einen Hasen spielen. Einen Hasen?  Mama Hase – phantastisch gespielt von Pierre Besson –  nimmt einen weiblichen  Hasen in ihre Familie auf. Woher er kommt weiß niemand. Also bekommt er, sie, den Vornamen Hase. Hase Hase gehört nun zur Familie, die schlecht und recht über die Runden kommt. Die Kinder sind aus dem Haus, stehen scheinbar auf erfolgreichen eigenen Füßen, der Vater freut sich auf die Rente. Aber alles kommt ganz anders. Die Kinder kommen nach und nach zurück in das Hotel Mama. Mehr oder weniger gescheitert. Der Vater verliert seine Arbeit. Aber Familie ist Familie. Und Mama Hase gibt nicht auf, steuert das Familienschiff – oft der Verzweiflung nahe – durch die wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich schwierige Zeit.  Hase Hase ist eine gelungene Komödie die im Laufe des Spiels immer politischer wird.

Ein großer Erfolg der Komödie am Kurfürstendamm, die nun für längere Zeit ins Schiller-Theater umgezogen ist. Das ausverkaufte Haus, der besondere Geist des Schiller-Thaters, diese im positiven Sinne Old-School-Theater-Atmosphäre tut sichtbar und hörbar allen gut. Den Darstellern und den Zuschauern.

Großartig und für Freunde anspruchsvoller Komödien unbedingt empfehlenswert.

Meine Bewertung: Drei Sterne

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Schauspielerische Leistung

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Regie / Drehbuch

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Die erzählte Geschichte

WolfESchneider Wolf E. Schneider

Quelle Fotos: Komödie am Kurfürstendamm / Schiller Theater

 

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