Keine Zwangsheirat. Aber eine zwischen den Eltern in Deutschland und dem Iran arrangierte Eheschließung.  Er, Kian, ein in Deutschland aufgewachsener und gut integrierter junger Assistenzarzt, sie, Mina, eine gebildete, im Iran geborene und ausgebildete junge Elektroingenieurin. Vorsichtig und respektvoll tasten sie sich aneinander an. Dennoch treten die Probleme schneller auf als von beiden erwartet. Mina findet mangels deutscher Sprachkenntnisse keine Arbeit. In ihrer Einsamkeit, alleine in der kleinen Wohnung, kauft sie sich eine Katze. Keine schöne Katze, sie ist krank, und Mina kümmert sich liebevoll um sie. Kian, ist nicht einverstanden, doch aus aus respektvoller Zuneigung zu Mina akzeptiert er, dass die Katze nicht stubenrein ist, viel Schmutz macht und ihm gegenüber aggressiv ist. Zaghaft wagt Mina die ersten Schritte in die fremde Welt. Sie liebt es schwimmen zu gehen, hat aber große Schwierigkeiten damit, ihren Körper in einem öffentlichen Bad in Badekleidung zu zeigen. Doch im Wasser befreit sie sich von ihren Zwängen. Mit Abschluss ihres C1-Sprachdiploms öffnet sie sich. Kian allerdings hat Sorgen.

dieperfekteKatze
Leider wird die Geschichte nicht sehr eindrücklich erzählt. Das fragile Verhältnis der beiden jungen Eheleute bleibt immer an der Oberfläche. Sie sprechen nicht wirklich miteinander, Intimitäten und Zärtlichkeiten zueinander schaffen sie beide nicht. Es kann keine Liebe daraus werden.
Ärgerlich ist die klischeehafte Darstellung der Rolle der iranischen Eltern, die kaum verstehen wollen, dass eine solch arrangierte Ehe auch scheitern kann.

Schade, die Geschichte hätte besser erzählt, besser dargestellt und besser inszeniert werden können.
Nicht empfehlenswert.
–     Schauspielerische Leistung
–     Regie / Drehbuch
–     Die erzählte Geschichte

Foto: Yorcker

WolfESchneider Wolf E. Schneider