Jeder kennt Hape Kerkeling – seinen Humor, sein spitzbübisches Wesen, seine feinsinnige Wahrheiten. Und genau so ist der Film.
In seiner Autobiographie erzählt er von seiner Kindheit. Mit großem Einfühlungsvermögen führt uns die Regisseurin Charlotte Link in die siebziger Jahre der bundesrepublikanischen Wirklichkeit des Ruhrgebiets. Ehrlich sind die Menschen dort, einfach, oft arm an Geld aber selten arm an Einfallsreichtum. Sie feiern gern mit großer Heftigkeit, sie trauern aber mit ebensolchen großen Gefühlen.  Die Ommas, die Oppas, die Schwermut der Mutter, die Zähigkeit des Vaters gehen unter die Haut.

Hape Kerkeling muss sehr glücklich gewesen sein, mit dem jungen Julius Weckauf eine genial passende Besetzung gefunden zu haben. Hedi Kriegeskotte, Ursula Werner, Joachim Król und Rudolf Kowalski an seiner Seite schaffen ein großes Filmerlebnis.

HapeKerkeling-K

Meine Bewertung: Drei Sterne

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Schauspielerische Leistung

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Regie / Drehbuch

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Die erzählte Geschichte

WolfESchneider Wolf E. Schneider

Quelle Fotos: Yorcker