Aus rassistischer Abneigung wird eine echte Freundschaft. Der wohlhabende schwarze Pianist Don Shirley aus dem liberalen New York reist für eine Konzerttournee in die Südstaaten der USA – Ende der 1950er- Anfang der 1960er Jahre Zentrum des brutalen Rassismus. Mit auf die Reise geht das “Green Book”, ein Büchlein mit Hinweisen, wo Schwarze wohnen und essen dürfen. Als Fahrer engagiert er den italienischstämmigen Türsteher Tony aus New York, anfangs nicht gerade ein Musterbeispiel liberaler Gesinnung. Aber Tony braucht das Geld und begibt sich auf eine gefährliche Reise, immer tiefer hinein in den rassistischen Süden. Als genialer Pianist bejubelt, aber das WC im Haus des Südstaaten-Gastgebers darf Don Shirley nicht benutzen.  Auch im Restaurant wird ihm das Essen verweigert. Erst hier sieht Tony, was es bedeutet ausgegrenzt zu sein, schäbig behandelt zu werden. Dem Regisseur gelingt es hervorragend tragische, humorvolle und hochpolitische Augenblicke festzuhalten.

Unbedingt empfehlenswert.

Meine Bewertung: Drei Sterne

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Schauspielerische Leistung

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Regie / Drehbuch

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Die erzählte Geschichte

WolfESchneider Wolf E. Schneider

Quelle Fotos: Yorcker